An unserem letzten (vollständigen) Tag in Cuba haben wir uns nochmal das volle Touristenporgramm gegeben. Während ich noch Geld wechseln war ist Anita schon losgelaufen zu einer legendären Irrwanderung in Richtung Cementario Colon, wo ich dann mit der Touristik-Bustour hinwollte. Während ich mit einer geschlossenen Bank, einer langen Schlange vor der Cadeca und ewig lange brauchendem Bus zu kämpfen hatte und erst eine halbe Stunde nach dem verabredeten Zeitpunkt auf dem Friedhof war, absolvierte Anita eine Odysee zu Fuss, radebrechte mit irgendwelchem obstrusen Busfahrern und wurd schließlich über eine Stunde später per Bus kostenlos fast bis zum Friedhof gebracht, wo man am Seiteneingang für die 5CUC Eintritt nicht auf einen 20er rausgeben konnte.
Nach einer kurzen Verschnaufpause schlenderten wir dann gemütlich über den Friedhof wo sich uns bald ein Aufsichtsbeamter anschloß und ungefragt sein Wissen aus dem Führer zum Besten gab. Ergeben in unser Schicksal, dass wir ihm wohl ein paar CUC geben mussten folgten wir ihm kreuz und quer durch die Reihen und lauschten der einen und anderen Anekdote.
Schließlich kamen wir zu einem unteridischen Osario wo er uns an einen anderen Arbeiter übergab. Dieser führte uns durch den langen Gang mit vielen wild gestapelten Kisten mit Gebeinen, macht einzelne Kammern in den Wänden auf, öffnete auch einzelne Kisten mit Gebeinen und verlangte immer mehr Fotos von offenen Kisten mit Knochen, jeder einzelnen Blume zwischen den Kisten von den Angehörigen und ging nicht weiter, bis wir nicht brav unser Foto gemacht hatten.
Da wir kein Kleingeld hatten wagten wir den Versuch und gaben dem Arbeiter 10 CUC mit der Anweisung, dass dies für beide ist zum Teilen. Die freudstrahlenden Gesichter ließen uns bald erkennen, dass sie das mit dem Teilen nicht verstanden hatten und als später der Führer aufgrund des “Geburtstages seiner Tochter”, der er neue Schuhe kaufen wollte und ihm noch 5 CUC gefehlt haben, auf uns zukam, haben wir nochmals und mehrfach erklärt, dass er sich die Hälfte von den 10 CUC von seinem Kollegen holen sollte. Bei dem Aufeinandertreffen wären wir ja gerne dabei gewesen. Als er denn merkte, dass bei uns nichts mehr zu holen war, war die Führung auch schnell wieder vorbei.
Nach einem kurzen Mittagessen haben wir den ersten Geocache des Urlaubs im Parque Lennon geboben. Nach einem kurzen Stelldichein mit John Lennon und dessen Optiker (welcher John eine Brille aufsetzt, wenn Touristen kommen und sie danach wieder wegnimmt, damit sie nicht geklaut wird) war das Döschen schnell gefunden.
Danach wurde noch die Stadttour mit dem Bus zu Ende geführt, Rum und Briefmarken gekauft, zu Abend gegessen und noch ein bisschen mit den Hausherren “geredet”, welche Freunde aus Finnland zu Besuch hatten.
29. Dezember 2011, Keine Kommentare
Schluß mit Strand, am Horizont tauchen auch schon wieder Wolken auf, zurück über 35km Damm und weitere 300km cubanische Strassen nach Havanna. Nach ziemlich genau fünf Stunden treffen wir auch ein. Da die Buchung der Casa Particular verbummelt wurde, schlafen wir gegenüber bei der Schwester des ursprünglichens Casas wie bereits am Beginn vereinbart.
28. Dezember 2011, Keine Kommentare
Eigentlich gibt es ja nicht wirklich große Gründe sich zu beschweren. Aber irgendwie ist es doch ein wenig anders, als man es sich vorstellt. Die Appartements sind zwar nett, aber mehr auch nicht, es ist alles sehr alt und verfallen, es fehlt einfach was.
Die Speisekarte im Restaurant gibt nicht wirklich viel her, das wird bei Mittagsimbiss und Abendessen jetzt schon eintönig. Das Frühstück sollte man hier am besten nicht erwähnen. Die wenigen Sachen die da waren wurden denn auch gleich von einer asozialen Familie mit an deren Tisch genommen.
Der Strand ist schmal aber sehr breit und sehr schräg. Der Wind geht beständig und recht stark, dazu immer wieder große Wolkenfelder.
So war das nicht gebucht.
24. Dezember 2011, Keine Kommentare
Tags: Cuba, Strand, Urlaub, Weihnachten
Spätestens jetzt beginnt der Erholungsurlaub.
Nach dem Frühstück und dem Bezahlen der Casa Particular, wo wir den “Herbergsvater” auch noch freundlich darauf hingewiesen haben, dass er uns einen Tag zu wenig berechnet hatte, ging es auf auf die Hexeninsel. Ca. 300 Kilometer mehr oder eher weniger gute Landstrasse brachten uns letztendlich zu einem 45km langen Damm auf welchem wir die Cayo Las Brujas erreichten.
Mit 30 CUC Aufpreis bekamen wir einen schönen Bungalow mit Meerblick, in welchem wir die nächtsten Tage zwischen den Strandbesuchen nächtige werden.
23. Dezember 2011, Keine Kommentare
Vormittags war dann mal Montezuma zu Besuch, nachmittags haben wir dann den Strand besucht. Samd, Meer, Sonne, Café del Mar, Sonnenuntergang im Meer. Das Schöne der Welt als ganzes Paket!
22. Dezember 2011, Keine Kommentare
Außer dass Autofahren in Cuba recht interessant ist, gibt es heute eigentich ncht so viel zu erählen. Die Fahrt quer durch Cuba zieht sich ziemlich, vor allem, wenn die Strassen schnurgerade und zur Abwechslung mal schlaglochfrei sind. Generell muss man sich die Strassen so vorstellen: Man stelle sich die schlimmste Strasse in Deutschland vor, schlechter Belag, holprig usw. Dann füge man noch alle paar hundert Meter ein paar tiefe Schlaglöcher hinzu und hat Cubas Strassen. Die Strassen sind recht breit und das Fahren kann man sich in etwas wie ein Videospiel vorstellen. Über drei oder vier Fahrbahnen hinweg weicht man den Schlaglöchern aus, dazu kommen in unregelmäßigen Abständen, mal mehr und mal weniger aus dem Nichts die Verkäufer und Anhalter. Von rechts (und von links!). Die Autobahnen werden auch des öfteren mal gekreuzt von Straßen, man macht U-Turns und auch eine Ampel haben wir gesehen.
nach knapp acht Stunden Fahrt für 600km sind wir in Trinidad in unserem Casa Particular Ayala angekommen und sind sofort auf unsere schon kennengelernten Landsleute Larissa und Kai gestoßen, welche ebenfalls hier übernachten.
Nach einem riesigen Hummer für 10 CUC fallen wir nun um neun Uhr abends ins Bett.
20. Dezember 2011, Keine Kommentare
Ziegen, Katzen, Hunde, Pferde, Kühe, Jinteros, Kinder, Kälber, Gänse, Hühner, Anhalter, Schweine, Rikschas, Steine, Löcher, Puten, Händler, Käse, gestürzte Pferde, tote Hunde, Menschen, Omas, Gespanne, Verkäufer, Fahrräder
Alles in unregelmäßiger doch kontinuierlicher Abfolge. Die Fahrtrichtung und ob Autobahn spielt hier keine Rolle.
19. Dezember 2011, Keine Kommentare
Man könnte auch sagen “Unter Geiern” oder “Christof spielt Cowboy” oder “Wir spielen Cowboy und Indianer(durchstreichen) Cubaner.
Programmpunkt des Tages war ein Ausritt durch die Hügel von Viñales. Anita und ich hatten zwei Klepper und einen Guide der uns die Gegend erklärte. Die meiste Zeit ging es in gemächlichem SChritttempo voran und mein Gaul drohte manchmal auch einzuschlafen. Außer ein paar kurzen Ausflügen in Ansätze von trabender Gangart ging es in diesem Tempo über verwinkelte Pfade und diverse Anbauflächen mit Minze, Rohrzucker, Kartoffeln, Bananen und auch Tabak zu einem kleinen Tabakbauern. In der Luft zu sehen wren auch immer wieder jede Menge geierartige Vögel, ziemlich dunkel bis schwarz mit rotem Kopf, die mancherorts in fast beängstigender Anzahl kreisten.
Nach einiger Zeit kam man dann auch ins Erzählen und er rollte mir erstmal zwei Zigarren. Leider nix mit der beliebten Vorstellung vom Rollen auf den nackten Oberschenkeln schöner Jungfrauen. Nach einem (auch selbst angebauten) Kaffee gings dann zu einer Besichtungen der restlichen “Ranch”. Ein paar kleine Hütten, ein gr0ße SCheune zum Trocknen.
Auf dem Heimritt machten wir noch Halt bei Marisol. Vollmundig betitelt sie ihr Haus als “Restaurant” gleichen Namens, welches jedoch bestenfalls ein normales Familienhaus mit zwei schlafzimmern mehr ist und wo auf einer kleinen Veranda ein Tisch mit zwei Stühlen steht. Dort gabs einen Mojito, für den Guido wohl eine Provision und für uns die Aufforderung, doch zum Abendessen wiederzukommen.
Das Abendessen selbst war gut, jedoch überraschend teuer. An dem Tisch gesellten sich dann noch vier Schwedinnen hinzu, so dass die Terasse mehr als voll war und wir nette Gesprächspartner hatten.
18. Dezember 2011, Keine Kommentare
Der Tag begann mit dem gleichen Frühstück wie gestern. Ein bisschen dürftig kann man es schon nennen, den Obstteller, Brötchen und Honig. Heute dazu noch ein recht gutes Ei. Man sorgt sich liebevoll um uns, aber was die Bröckchen in der Milch bedeuten wolen wir glaube ich auch nicht wissen.
Nach dem Frühstück haben wir unseren Mietwagen abgeholt wo ein Angestellter in alles Seelenruhe mit aller Zeit der Welt in einer halben Stunde dann das Formular ausgefüllt hatte. Komischerweise musste ich alle Kreditkartenbelege doppelt unterschreiben. Ein bisschen suspekt ist das schon. auch die extra 3% auf die Versicherungssumme wegen Kartenzahlung.
Der Strassenverkehr ist ganz ok, die Strassen jedoch nicht. Trotz dass es keinen Frost hier gibt, der die Strassen kaputt macht gibt es auf der “Autobahn” Schlaglöcher, die gut 20cm tief sind. Das fährt man freiwillig langsamer als die vorgeschriebenen 80 oder 100 km/h.
Beeindruckend ist innerhalb Havannas der Stilwandel bei der Fahrt nach Miramar. Wren vorher noch ärmliche, dreckig gedrängte Gebäude, so sieht man hier große Villen im Kolonialstil mit viel Grundstück außenrum. Das ist das Cuba, was man sich so vorstellt. Nach wie vor sehr farbig gehalten in vornehmlich hellblau, rosa und mintgrün. Jeweils komplett.
Nach ca. drei Stunden Fahrt haben wir Viñales dann gut und ohne Achs- und Federbruch erreicht. Eine schöne kleine Hotelanlage mit kleinen Bungalows, die man in der Gegend nicht wirklich erwartet hätte. Nach einem kleinen Snack verbrachten wir den Nachmittag am Pool, nach dem Abendessen mit Larissa und Kai, einem Pärchen, das wir schon am Flughafen kennengelernt hatten, dann noch an der Bar bei einem Cocktail.
Und zu unserer Schande haben wir in Cuba noch keinen Salsa getanzt.
17. Dezember 2011, Keine Kommentare
Unsere Unterkunft gehöhrt in Cuba zur Kategorie Casa Particular, was soviel bedeutet, dass ein Familie ein paar Zimmer hat, die sie vermietet. Unser Haus ist recht groß und die Räume sind im vorderen Teil zweistöckig. Direkt nach der Eingangstür steht man quasi im Wohnzimmer. Wie es hier so üblich ist, stehen auch die Eingangstüren oft offen und als wir gestern Abend heim kamen stand die Tür offen und unsere Familie saß im Schlafanzug beim Fernsehen da.
Heute morgen nach dem Frühstück (frisch gemachter Obstsalat aus Bananen, Papayas und Guaven?) gabs eine ausführliche Einführung in die Sehenswürdigkeiten der Stadt von Roberto und wo wir auf keinen Fall hingehen sollten. Eigentlich hat er uns Programm für eine Woche Stadtbesichtigung genannt.
Wir sind dann sehr gemütlich und nicht sehr zielstrebig durch Habana Vieja geschlendert, haben das Museo de Revolucion besichtigt, welches teilweise sehr nach Propaganda anmutet, und haben vo allem die Camera Obscura angeschaut, die geniale Bilder der Umgebung in beeindruckender Qualität liefert. Dazwischen gabs noch ein typisch Cubanisches Mittagessen mit je einem Sandwich und einem Getränk (bei mir ein Cockail) für zusammen 7,- CUC. Und die Preise sind hier echt üblich. Da soll noch einer sagen, Cuba wäre teuer. Der Klavierspieler hat dann auch noch zwei CUC bekommen.
Der erste Cache war schnell ausgemacht, jedoch quasi unerreichbar, da auf dem Platz die Hölle an Menschen los war.
16. Dezember 2011, Keine Kommentare